Manche Angeltage beginnen zäh, aber enden mit einem goldenen Rand...
Für diese besondere Geschichte reisen wir zurück zum 16. August 2021. Marc ist ein Kunde der ersten Stunde, und seine Vorgeschichte verdient es, zuerst erzählt zu werden: Im Jahr 2018, als wir unser Outdoor‑Business noch testeten – ohne Lodges, nur Guiding‑Tage, um herauszufinden, ob es zu uns passt. In dieser Zeit kam Marc zum ersten Mal mit zwei Freunden an Bord. Obwohl wir eine starke Phase mit vielen Großhechten hatten, hatten Marc und seine Freunde unglaubliches Pech. Wir fischten auf dem Haringvliet, und es war extrem neblig. Die Fische waren komplett OFF. Das Trio bekam keinen einzigen Biss, obwohl Marc tapfer den ganzen Tag große Köder warf. Wie immer boten wir einen kostenlosen Wiederholungstag an. Doch auch dieser Tag lief schief: wieder Nebel, wieder kein einziger Biss. Mittags sagte ich den Herren, dass ich einen zweiten Blank unbedingt vermeiden wollte und dass das neblige Wetter vielleicht gut für Zander wäre. Wir wechselten zum Hollands Diep, setzten das damals brandneue Livescope ein – und spektakulär wie im Kino fingen die Männer ihre kapitalen Zander live auf dem Bildschirm! Seitdem wurden sie treue Kunden. Zurück zum 16. August 2021. Am Vortag hatte ich Marc – inzwischen ein guter Freund – angerufen und ihm gesagt:Marc, du musst kommen. Die Großhechte sind aktiv und es ist DER perfekte Moment, deinen uralten PB von genau 100 cm zu brechen!
Marc hatte bereits fünf Meterhechte gefangen, aber jeder einzelne war exakt 100 cm lang! Eine richtige Hecht‑Verfluchung!
Marc kam – diesmal allein. Er wollte diese Chance nicht verpassen. Wir waren früh morgens auf dem Wasser. Und wieder hatte er Pech. Während ich einige Hechte fing, blieb Marc komplett ohne Biss.
Es war inzwischen 18 Uhr. Ich startete eine Drift auf einem neuen Spot, gab Marc eine kräftige W4‑Rute und eine Miuras Mini Mouse – die Mini, weil sie angenehmer zu fischen ist und auch kleinere Hechte gut nimmt. In meiner Lieblingsfarbe: SUNSET.
Ich zeigte ihm kurz, wie ich sie führe: ein kleines Blei davor (25 g, da die Kante bis auf 8 m abfiel), zum Grund sinken lassen, ein paar kurze Schläge, dann eine Pause mit gespannter Schnur, um wieder auf Tiefe zu kommen und der abfallenden Kante zu folgen. Diese schnell abtauchende Aktion während der Pause lieben die Großhechte.
Und ja – es dauerte nicht lange, bis Marc seinen ersten Hecht des Tages landete. Der Bann war gebrochen. Ein zweiter folgte, und der dritte war direkt ein Volltreffer!
104 cm! Neuer PB – und die 100‑cm‑Barriere endlich durchbrochen.
Und die Fressphase ging weiter – Hecht nach Hecht auf derselben Drift!
Doch es hörte nicht dort auf. Plötzlich hakte Marc etwas deutlich Schwereres!
Wow, der Kampf seines Lebens. Die Bremse kreischte und seine Westin W4 Powercast bog sich bis ins Handteil.
Es dauerte eine ganze Weile, bis wir den Kescher ansetzen konnten – aber was für eine Erlösung, als die schöne Dame endlich drin war!
Zum zweiten Mal an diesem Abend seinen PB gebrochen – und diese Dame hatte es in sich: 117 cm pures Hecht‑Gewalt!
Insgesamt fing Marc an diesem Abend 12 Hechte – und seit diesem Tag wurde unsere Freundschaft nur noch stärker.
Marc half mir bei den Lodges, bei den Booten, und oft belohnten wir ihn mit einer außergewöhnlichen Nachtsession.
Später brach er seinen PB erneut mit uns – aber das ist Stoff für eine weitere Geschichte :-)
WAS FÜR EIN UNVERGESSLICHER ABEND!!!
Wenn Freundschaft regiert – und mit einem Angeltag der Extraklasse belohnt wird!
Unvergessliche Erinnerungen.