STORYTELLING – ERINNERUNGEN SCHAFFEN 3/50

WOCHE 1 — GROßER HECHT – TIPP 2/7

TIPP 2: FINDE DEN SPOT IM SPOT — HOTSPOT!!!

Wir schreiben Oktober 2021. An der Slipanlage habe ich einen Termin mit Jan und Jean-Pierre für unsere berühmte Vatertagsaktion. Jan hatte den günstigen Guiding-Tag telefonisch gebucht und mir erzählt, dass Jean-Pierre seit 50 Jahren auf Hecht angelt, aber noch nie einen Meterhecht gefangen hat – obwohl das sein größter Traum ist. Er meinte, er habe gehört, dass er dafür unbedingt zu uns kommen müsse :-)
Doch meine Überraschung war groß, als ich Jean-Pierre treffe… zusammen mit seiner Schwiegertochter Marieke. Jean-Pierre erklärt mir sofort, dass Jan mit Fieber im Bett liegt und seine Frau stattdessen mitgekommen ist. Er fügt hinzu:

„Ich warne dich: Wenn ich den Meter fange, springe ich dir für eine Umarmung um den Hals!“

Jeder, der schon einmal bei uns an Bord war oder ein Boot gemietet hat, kennt unser System. Wir sind keine Fans des altmodischen, einfachen Geradeausdriftens mit Driftsegel im Wind. Wir driften unsere selbst erstellten Routen. Alle unsere Boote sind automatisiert, mit einem vernetzten Bugmotor ausgestattet und können so freihändig die vorprogrammierten Routen abfahren. Es steckt eine unmenschliche Menge Arbeit darin, aber egal wie unregelmäßig die Struktur, die Kante oder die Tiefenlinie ist – alles wurde präzise kartiert und programmiert. Jede Route hat einen Namen, damit wir die Kunden je nach Jahreszeit auf die passenden Routen setzen können. Außerdem markieren verschiedene Wegpunkte die „Hotspots“. Nichts wird dem Zufall überlassen.

Auch an diesem Tag machten wir lange programmierte Drifts. Dieses Mal auf dem Hollands Diep, wo wir dank unserer Vorarbeit ebenfalls Routen mit Hotspots haben. Der Tag begann eher langsam, und Marieke eröffnete den Score mit einem schönen 90er. Jean-Pierre fing eine schöne Barsche, aber wir mussten den Platz wechseln, da es auf dieser Seeseite zu windig war. Auf der anderen, windgeschützten Seite herrschten ruhigere Driftbedingungen, und wir entschieden uns für eine „Wettkampfroute“. Jean-Pierre fing erneut eine Barsche, und Marieke verlor schnell einen Hecht. Kurz darauf fing Jean-Pierre seinen ersten Hecht – ein schöner Fisch, aber nicht das ersehnte Monster. Dann wurde es still. Und das liebe ich: Wenn auf einem guten Drift keine Bisse mehr kommen. Meist bedeutet das, dass wir am „Hotspot“ angekommen sind. Mehr dazu lest ihr in einem unserer nächsten „GROßER HECHT“-Tipps. Und ja, zum besten Zeitpunkt des Tages, gegen 16 Uhr, erreichten wir den Hotspot – und dann geschah es endlich…
Jean-Pierres Rute ging komplett krumm unter dem Gewicht eines echten Brummers, und nach einem extrem spannenden Drill glitt der Kescher unter seinen Fisch des Lebens: eine wunderschöne Hechtdame von 105 cm!!!

UND JA, die versprochene Umarmung folgte sofort!

Doch die Feier war noch nicht vorbei — nach einer kurzen Verschnaufpause starteten wir den Elektromotor erneut und drifteten weiter. Und keine halbe Stunde später, auf derselben Route, am nächsten Hotspot, passierte es wieder — diesmal war Marieke an der Reihe. Sie landete eine ebenso schöne, noch kräftigere Hechtdame. Das Maßband blieb bei 103 cm stehen.
Beide ihren Meterhecht – in weniger als einer Stunde!
Am nächsten Tag rief mich Jan an, um sich zu bedanken und mir zu sagen, wie traurig er war, dass das Fieber ihn an diesem einzigartigen Moment gehindert hatte.

DER SPOT IM SPOT!!! (in der Vatertagsaktion!)

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Ein Top-Tag mit goldenem Rand.

Unvergessliche Erinnerungen.

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