TIPP 4: UPSIZING... WENN DU NUR ZUSCHAUER HAST!!!
Wir schreiben Ende Oktober 2025 für dieses Erlebnis. Heute bin ich mit Armand in unserem Guide‑Boot unterwegs.
Normalerweise kommt er mit seiner kleinen Tochter Victoria, aber diesmal kam er allein – mit einem klaren Ziel: Die Queens des Volkerak: Monsterhechte!
Nach dem Motto „If you ain't scoping, you are hoping...” kontrolliere ich ständig die Spots und Drifts mit den vielen Lowrance Active Targets, die unser Guide‑Boot besitzt.
Und da Armands Erwartungen sehr hoch sind, dürfen wir nichts dem Zufall überlassen!
Da Armand allein war, bat er mich mitzuzangeln, also warfen wir gemeinsam unermüdlich mit großen Kunstködern.
Da das Tagesziel gezielt Monsterhechte waren, gab es nicht viel Action. Was völlig normal ist.
Jedes Jahr kommen nur etwa zehn 120+ Hechte ins Boot, mit Ausnahme des außergewöhnlich guten Jahres 2024, in dem wir ganze 19 fangen konnten.
(Diejenigen, die bereits mit uns unterwegs waren, wissen, dass wir alles minutiös messen und notieren – jeden Fisch, aber auch jeden Biss und jede Aktion.
Das mache ich schon seit meinem ersten Angeltag mit 10 Jahren. Messen heißt wissen, notieren heißt festhalten/merken und später analysieren, um daraus zu lernen.)
Außerdem lehrt uns die Wissenschaft, dass nur 5 % der Hechtpopulation die Metermarke erreichen, und die 120+ Hechte sind nur 5 % dieser 5 %!!! Wirklich außergewöhnliche Fänge.
Aber als wir am dritten Spot ankommen und immer noch keinen Hecht im Boot haben, ist es Zeit für eine Besprechung. Wir machen eine kurze Pause – es ist bereits nach Mittag – und beraten unsere Taktik.
An jedem Spot waren potenzielle 120+ Fische vorhanden, aber sie kamen kaum vom Grund hoch; wir hatten nur neugierige Zuschauer. Armand fragte, ob wir nicht kleinere Köder probieren sollten.
Und obwohl es stimmt, dass beim Barschangeln manchmal kapitale Hechte auf winzige Köder wie ein C‑Rig mit CreCraw beißen, bin ich überzeugt, dass dies absolut NICHT die Methode ist, um gezielt die großen Damen zu fangen.
Also montiere ich eine doppelte Miuras Mouse mit einem Westin Bullteez 30 cm als Trailer. Mit 40 Gramm Blei davor ein wirklich schweres und großes Paket zum Werfen!
Ich demonstriere kurz die Technik: Der Köder soll bis auf den Grund sinken, und nach dem Start des Einholens soll er sehr langsam maximal 70 cm über dem Boden laufen – damit die Hechte nicht die Möglichkeit haben, meterweit aufzusteigen und den Köder in aller Ruhe zu inspizieren.
Nein, er muss ihnen sehr nah präsentiert werden, ohne Chance zur Begutachtung.
Beim zweiten Wurf dieser Demonstration kommt ein brutaler Biss. Ich schlage mit voller Kraft an.
Meine absolute Lieblingsrute, die Westin W3 Monsterstick, setzt den Haken perfekt.
Ich weiß sofort, dass es ein kapitaler Fisch ist, und es folgt ein majestätischer Kampf mit den typischen schweren Kopfschlägen einer Mega‑Hechtdame.
Das AnyWareFishing‑Messbrett zeigt einen Fisch bis zu meinem geliebten Buchstaben G: eine makellose Hechtdame von genau 120 cm.
Wir sind beide völlig aus dem Häuschen, aber Armand sagt: „Ich habe nichts dabei, das SO groß ist.“
Ich zögere keine Sekunde, nehme den Köder von meinem Snap, gebe ihm auch die 40‑Gramm‑Bleikugel und weise ihn erneut auf die Technik hin:
Und dann passiert es erneut – das Boot immer noch an derselben Stelle verankert – und kaum drei Würfe später:
Armand hängt ebenfalls in einem kapitalen Fisch!
Was für ein Brocken: eine wunderschöne, fette Hechtdame von 112 cm!!!
Witziges Detail: Armand selbst ist ein echter Hüne – schau dir das Foto an – er misst 1,96 m!
UPSIZING!!!
Ein Top‑Tag – wenig Fisch, aber dafür richtig große!
Unvergessliche Erinnerungen.