STORYTELLING – ERINNERUNGEN SCHAFFEN 6/50

WOCHE 1 — GROßER HECHT – TIPP 5/7

TIPP 5: LANGSAMES, TIEFES ANGELN... IM WINTER!!!

Für diese Anekdote befinden wir uns Anfang Oktober 2021. Heute habe ich drei Kunden im Guiding‑Boot: Jan, ein treuer belgischer Stammkunde, mit zwei ausländischen Freunden, Dieter und Axel.
Die Nacht war sehr kalt gewesen und zudem herrschte dichter Nebel. Aus Sicherheitsgründen musste ich mich daher stark auf wenige Spots beschränken.
Dieter angelte wöchentlich an den großen Alpenseen in der Schweiz, hatte aber noch nie einen Meterhecht gefangen. Es war sein erster Besuch am Volkerak.
Ich sagte ihnen, dass es heute wohl nichts werden würde, denn meine Erfahrung zeigte: Windstille und dichter Nebel am Volkerak verheißen nichts Gutes.

Wegen dieses frühen Wintereinbruchs im Herbst wählte ich tiefere Bereiche und langsam geführte Köder dicht am Grund.
Und ja – bereits auf der ersten Drift bekam Jan einen Biss (er war auch in früheren Sessions oft derjenige, der den ersten Fisch fing!). Der Hecht nahm einen sehr langsam am Grund geführten SG Eel.
Kein Monsterhecht, aber schön, kein Blank, und Jans persönlicher Volkerak‑Rekord lag bereits bei 130 cm – also alles bestens.
Rund eine halbe Stunde später kam der zweite Biss – und der war für Dieter. Ein langsam vor dem driftenden Boot geführter Storm SeekerShad brachte den Erfolg, und Dieter sagte: „Der fühlt sich schwer an.“ Seine Bremse kreischte lange und laut!

„Ich komme zum ersten Mal an den Volkerak, der Guide sagt, der Tag wird nichts… und ich fange meinen persönlichen Rekord!“

Dieter war so gerührt, dass er fast vor Glück weinte. „Vielleicht fange ich in meinem ganzen Leben nie wieder so einen großen Hecht!“ schluchzte er. Ich antwortete ihm:

Es gibt hier noch größere, Dieter!
Und dann, kaum 40 Minuten später, geschah das Unglaubliche: Dieter bekam seinen zweiten Biss und rief: „Wow, der fühlt sich vielleicht noch schwerer an!“ Ein heftiger Drill folgte, und als ich den Hecht zum ersten Mal sah, rief ich: „Ho, da schwimmt noch einer mit!“ Ein zweiter, kleinerer Hecht schwamm gemütlich daneben, fixiert auf den zappelnden Schwanz des Storm SeekerShad, der aus dem Maul des Monsterhechts hing.
Die drei Männer konnten es kaum glauben – und das außerhalb der Laichzeit. Doch weil der Drill so lange dauerte, kam die große Hechtdame mehrfach am Boot vorbei, und alle drei konnten den zweiten Hecht deutlich sehen.
Ich prahlte: „Ich werde beide keschern“, und unglaublich, aber wahr… es gelang! Doch der zweite Hecht, ein 80er, war überhaupt nicht erschöpft. Als ich den Kescher an Bord hob, sprang er sofort wieder heraus. Große Heiterkeit… und Freude, denn jetzt kam der Höhepunkt:

Ein Fisch, für den wir immer so hart arbeiten, einer bis zum Buchstaben G auf dem AnyWareFishing‑Messbrett: eine wunderschöne, fette Mighty‑Volkerak‑Hechtdame von 124 cm!!!

Würzige Randnotiz: Um es kurz zu machen – es war eindeutig Dieters Tag! Er fing insgesamt sechs Hechte. Axel hingegen hatte großes Pech, und wir mussten bis in den Abend hinein angeln, damit er kurz vor der Heimfahrt doch noch einen Hecht landen konnte. Jeder einen Hecht. Was für ein Tag!!!

LANGSAMES, TIEFES ANGELN!!!

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Ein sehr untypischer Tag, aber dennoch wieder ein absoluter Top‑Tag!

Unvergessliche Erinnerungen.

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